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Turn- und Sportverein 1946 Altenberg e.V. Schon kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges regte sich in Stadt und Land wieder in vielfältiger Weise sportliches Leben. Die traditionsreichen Sportvereine durften nach und nach mit Zustimmung durch die amerikanische Militärregierung ihren Spielbetrieb wieder aufnehmen, wenn auch unter mancherlei Schwierigkeiten und Hemmnissen.
In den Dörfern fand der Wunsch nach sportlicher Betätigung natürlich ebenfalls ein lebhaftes Echo. Allerdings standen hier der Verwirklichung oft wesentlich größere Hindernisse im Weg; denn meistens gab es auf dem flachen Land weder Sportplätze noch Turnhallen. Solche Verhältnisse galten auch für die Gemeinde Oberasbach, in den Ortsteilen Altenberg, Kreutles, Oberasbach und Unterasbach lebten zahlreiche Alt- und Neubürger und Jugendliche, deren Ziel sportliche Betätigung in geordneter Form war. Es gehört sicher zu den positiven Ereignissen in der frühen Nachkriegsgeschichte der Gemeinde Oberasbach, dass schon neun Monate nach dem Ende des verheerenden Zweiten Weltkrieges die Gründung eines Sportvereines ermöglicht wurde. Es fanden sich nämlich genau am 13. Februar 1946 in der Gaststätte Porlein (heute "Gelber Löwe") in Altenberg einige Sportfreunde zusammen. Diese beschlossen in dieser Versammlung die Gründung des "Turn- und Sportverein Altenberg und Umgebung". Einen Monat nach der Gründung meldet der Verein zur Aufnahme in den Bayrischen Landessportverband 30 Mitglieder an, und zwar 20 Männer und 10 Frauen über 18 Jahre.
Nach einer Meldung an den Landrat des Landkreises Fürth am 11. Juni 1946 beträgt inzwischen die Mitgliederzahl schon 150 (90 Männer und 60 Frauen). Als Sportarten werden angeführt: Leichtathletik, Fußball Tischtennis; dazu kommen aber auch noch Musik, Gesang, Tanz und Fremdsprachenunterricht. Als Vereinseigentum werden in der Meldung an den Landrat aufgeführt: Eine Umkleidehütte, drei Fußbälle, zwei Medizinbälle, Diskus und sonstige Utensilien, die für den Sportbetrieb benötigt werden. Streng waren die Bestimmungen für den Sportbetrieb. So weist der Regierungspräsident in Ansbach mit Entschließung vom 24. Mai 1946 darauf hin, dass jede sportliche und turnerische Tätigkeit im Dienste militärischer Erziehung strengstens verboten ist. Es sind insbesondere Sportarten untersagt wie Flugsport, Fallschirmspringen, Segelflug, Fechten, Schießen mit Feuerwaffen und Kleinkaliberschießen. Dagegen galten als Ziele jeglicher sportlicher Betätigung körperliche Kräftigung und Pflege der Gesundheit.
Die erste Platzeinweihung wurde am 17. April 1946 vollzogen. Der Platz lag in der Lehmgrube westlich der Lindersiedlung. Nach knapp einem Jahr wurde der Sportplatz umgeackert. Die Suche nach einem neuen Platz begann. Nördlich der katholischen Kirche konnte ein geeignetes Gelände in Pacht genommen werden. Es schien so, als wären die Platzsorgen für immer verbannt. Obwohl der TSV Altenberg im ersten Jahr seines Bestehens seinen Gründungsvorsitzenden Erns Sehlmacher durch Tod verlor und auch sonstige Rückschläge sportlicher und personeller Art verkraften musste, konnte der Verein 1947 bereits einen Mitgliederstand von 240 registrieren. Während die Boxabteilung eine stetige Aufwärtsentwicklung zu verzeichnen hat, muss die Musikabteilung ihre Arbeit einstellen. Fußballer und Leichtathleten berichten von verheißungsvollen Anfangserfolgen. Die Tischtennisabteilung musste 1948 ebenfalls aufgelöst werden.
Eine teilweise erfreulich Erfolgsbilanz kann der Verein nach fünfjährigem Bestehen ziehen. Durch den Ankauf einer Baracke entstand unter Mitarbeit mehrer tatkräftiger Mitglieder 1951 das erste Sportheim, zu dessen Finanzierung auch ein Beitrag aus den Erträgnissen des Fußballtoto beitrug. Leider löste sich Ende 1950 die Boxabteilung auf. Wieder ins Leben gerufen wird im selben Jahr die Tischtennisabteilung.
Doch auch Krisenzeiten blieben dem Verein nicht erspart. So entstand eine solche Krise Anfang 1953, als sich die Gymnastikabteilung selbständig machte und dadurch der Verein einen starken Mitgliederverlust hatte. Die Zahl der Mitglieder ging auf 185 zurück. Obwohl die Verantwortlichen des Vereins versuchten, das gepachtete Gelände käuflich zu erwerben, wurde dies 1954 an die katholische Kirchenstiftung Zirndorf verkauft. Der Erwerb eigenen Geländes war unmöglich geworden. Die Grundstückspreise zogen mächtig an.
In schlichtem Rahmen fand das zehnjährige Bestehen statt. Am 26. Mai 1956 wurde ein Festkommers abgehalten, bei dem den Vereinsgründern und verdienstvollen Mitgliedern gedankt von der Vereinsleitung und Gemeinde Oberasbach gedankt wurde. Durch Vertrag vom 19. November 1956 wurde das Sportheim an die katholische Kirche, die auch Eigentümer des Geländes war, verkauft.
Ab 1. Januar 1958 wurde der Vereinsbeitrag für Vollmitglieder von monatlich 0,80 DM auf 1,-- DM angehoben. Am 30. Juni 1958 erfolgte die Eintragung des TSV Altenberg in das Vereinsregister. Von nun an lautet der Vereinsname "Turn- und Sportverein Altenberg und Umgebung e.V.". Erfreuliches Ereignis war die Erringung des Shell-Pokals durch die Schülerfußballmannschaft gegen die Spielvereinigung Fürth (2:1). Noch ungelöst blieb die Frage nach einem neuen Sportplatz. Die katholische Kirchenstiftung gewährte weiterhin die Benutzung des bisherigen Sportgeländes.
Die Grundlage für die Schaffung einer gemeindeeigenen Sportanlage wurde im Jahre 1959 durch den Kauf eines 40.000 qm großen Areals an der heutigen Jahnstraße durch Bürgermeister Hans Reif und den Gemeinderat Oberasbach gelegt. Zwar konnte in diesem Jahr die Erstellung der Sportanlage noch nicht erfolgen, doch bestand nun die Aussicht auf einen eigenen Platz für den TSV Altenberg. Die Jahre 1962 und 1963 standen im Zeichen der Schaffung eines Sportplatzes. Durch einen Pachtvertrag über 50 Jahre Laufzeit mit der Gemeinde Oberasbach für den sogenannte B-Platz sichert sich der TSV Altenberg langfristig ab und übernimmt die Erstellung des Platzes mit der Gemeinde in eigener Regie. Zahlreiche Arbeitstunden werden unentgeltlich von Mitgliedern in ihrer Freizeit, vor allem an den Wochenenden, geleistet. Die erste Fußballmannschaft schafft 1963 den langersehnten Aufstieg in die B-Klasse.
Das Jahr 1964 stand im Zeichen des weiteren Sportplatzausbaues. Viele kleinere und größere bauliche Maßnahmen, von der Wasserleitung bis zu einer Umkleidekabine mussten vom Verein geleistet werden, ehe Ende Juni 1964 das erste Spiel der ersten Fußballmannschaft gegen die Spielvereinigung Fürth vor 1.000 Zuschauern stattfinden konnte, das nach ehrenvollem Kampf mit 1:4 verloren wurde. Bedeutende Erweiterungen des sportlichen Angebots werden im Laufe des Jahres 1965 im Verein geschaffen. So entsteht eine Leichtathletikabteilung, die auf der gemeindeeigenen Sportanlage trainieren kann. Auch wurde die bereits zwei Jahre alte Damenhandballgruppe durch eine männliche Jugendmannschaft ergänzt. Ende 1966 wird die Zahl der Mitglieder mit über 400 angegeben. Im gleichen Jahr wird Hans Raab, seit Jahren verdienstvolles Mitglied des TSV, als Nachfolger von Hans Reif zum Bürgermeister der Gemeinde Oberasbach gewählt.
Die Fertigstellung einer Sporthalle durch die Gemeinde Oberasbach im Herbst 1967 bringt für den Verein eine wesentliche Verbesserung des Sportbetriebs. Die Halle dient nun der Handball- und Tischtennisabteilung, aber auch der Fußballabteilung und der im Laufe des Jahres neugegründeten Gymnastikabteilung für Damen als Wettkampf- und Trainingsstätte. Neben Kleinfeldhandball nimmt nun dank der neuen Sporthalle Hallenhandball bald eine führende Position ein. Am Ende des Jahres übersteigt die Mitgliederzahl mit 508 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die 500er-Grenze. 1970 steigt die erste Tischtennismannschaft in die zweite Bezirksliga auf. Bedeutsam für die Geschichte und die Entwicklung des Vereins ist das Jahr 1971 in mehrfacher Hinsicht. Im Rahmen mehrer Veranstaltungen wurde das 25-jährige Bestehen sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Form gefeiert. Das zweite bedeutsame Ereignis war der Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 2. Juli 1971, ein neues Vereinsheim zu bauen. Es wurde beschlossen, dieses Heim zwischen Sporthalle und A-Platz zu errichten. Die Handballdamen wurden Kreismeister und schafften den Aufstieg in die A-Klasse.
In der Jahreshauptversammlung am 6. Juli 1972 wird der neue Mitgliederstand mit 756 angeben. Die Arbeiten am Sportheim beginnen im Mai unter Einsatz vieler freiwilliger und natürlich unentgeltlicher Helfer aus den Reihen des Vereins und anderer Förderer. Bereits im November kann Richtfest für das wichtige Gebäude gefeiert werden. Eine bedeutende Erweiterung erfährt der Sportbetrieb des Vereins durch die Gründung einer Tennisabteilung, die auf Anhieb 100 Mitglieder aufweist und aus eigener Kraft im Laufe weniger Monate zwei Tennisplätze errichtet. Ein weiterer wichtiger Zuwachs ist die Schaffung einer Gewichtheberabteilung, die bisher als Gewichtheberstaffel Sandow Nürnberg im TSV 1846 Nürnberg bestand und nun im TSV Altenberg voll integriert wird.
Herausragendes Ereignis des Jahres 1973 ist die Fertigstellung und der Bezug des neuen Sportheims, das dank des Einsatzes vieler ehrenamtlicher Helfer ein echtes Gemeinschaftswerk ist und zu einem Markenzeichen für den guten Ruf des Vereins wird. Am 17. November 1973 wird die Wanderabteilung gegründet. Im Jahr 1975 entsteht der dritte Sportplatz, damit wird eine wesentliche Verbesserung des Spiel- und Trainingsbetriebes erreicht.
In der Jahreshauptversammlung am 6. Januar 1976 beschließt der TSV Altenberg den Antrag an den Gemeinderat Oberasbach, das Sportzentrum zur Errinerung an den 1973 verstorbenen verdienstvollen Altbürgermeister in "Hans-Reif-Sportzentrum" umzubenennen. Der Gemeinderat stimmt diesem Antrag zu. Im Laufe des Jahres erreicht die Mitgliederzahl, die Anfang 1976 noch 944 betragen hatte, die lange anvisierte Grenze von 1.000. Am 29. Mai 1976 wird die Deutsche A-Jugendmeisterschaft der Gewichtheber beim TSV Altenberg ausgetragen. Die Durchführung und das Ergebnis dieser Veranstaltung stellen ein besonders erinnerungswürdiges Ereignis in der Vereinsgeschichte dar. Reinhold Gerlach vertritt den Verein besonders ehrenvoll durch die Erringung des Titels "Deutscher Meister". In den folgenden Jahren ließ die Gewichtheberabteilung weitere Titel auf Landes- und Bezirksebene folgen. 1976 stellte die Gemeinde der Gewichtheberabteilung weitere Räume zur Verfügung. So entstand ein Fitnesszentrum mit vielen Trainingsgeräten, um das uns mancher Verein beneidet
Die positive Mitgliederentwicklung setzte sich 1977 fort. In der Fußballabteilung nehmen 22 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die wieder kräftig aktivierte Leichtathletikabteilung konnte bei verschiedenen Wettkämpfen gute Plätze belegen. Auch die Arbeit der Tischtennisabteilung, die mit 14 Mannschaften im Spielbetrieb stand. Die 1. Damenmannschaft stieg in die Bezirksliga auf. Herausragende Leistungen erzielte 1978 wieder Reinhold Gerlach, der sich nicht nur den bayerischen und deutschen Meistertitel der Junioren im Schwergewicht II der Gewichtheber sicherte, sondern auch an den Juniorenweltmeisterschaften in Athen und an den Militärweltmeisterschaften in Teheran erfolgreich teilnahm. Am 4. November 1979 wird auf der Sportanlage ein Gedenkstein zu Ehren des verstorbenen Altbürgermeisters Hans Reif enthüllt, dessen Name die Sportanlage der Gemeinde Oberasbach seit 1976 trägt.
In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 27. November 1981 stimmt man mit deutlicher Mehrheit für die Erweiterung des Sportheimes. In der Jahreshauptversammlung am 7. Mai 1982 wird eine neue Satzung angenommen. Der Vereinsname lautet nun "Turn- und Sportverein 1946 Altenberg e.V.". Am Jahresende besteht der Verein aus 1.249 Mitgliedern. Die weibliche A-Jugend der Handballabteilung stieg 1983 in die Bayernliga auf, wo sie in der Saison den dritten Platz belegte.
Dass es nicht immer einfach war und ist, für die Position des ersten Vorstandes geeignete Kandidaten zu finden, bewies die Neuwahl bei der Jahreshauptversammlung am 6. April 1984, die nicht zum Erfolg führte. Erst in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 7. Juni 1984 konnte eine komplette Vorstandschaft gewählt werden. Das Vorhaben "Erweiterung des Sportheims" konnte in den Jahren 1983 und 1984 endgültig abgeschlossen werden. Manche Schwierigkeiten, die sich dabei ergaben, wurden schließlich, auch durch Unterstützung der Gemeinde erfolgreich überwunden. Die Tischtennisjugend wird 1985 Mittelfränkischer Bezirksmeister und Pokalsieger. Aus Anlass des 40jährigen Bestehens fand in der Zeit vom 23. bis 26. Mai 1986 eine Jubiläumsveranstaltung statt, an der sich alle Abteilungen rege beteiligten. Hervorzuheben ist hier der am 25. Mai in einem echten Endspiel gegen den SV Reichelsdorf erstmalig in der Vereinsgeschichte geschaffte Aufstieg der 1. Fußballmannschaft in die A-Klasse. In einem wahren Triumpfzug zogen die Kicker nach dem Spiel von der Blaskapelle begleitet ins Festzelt ein. Nach diesem Erfolg hatte das Jubiläumsspiel gegen die SpVgg Fürth am nächsten Tag, das mit 0:2 verloren wurde nur noch eine nachrangige Bedeutung.
Am 23. September 1988 wurde das vierte Fußballfeld eingeweiht. Dieser Platz wurde in Eigenregie durch die Gemeinde Oberasbach unter tatkräftiger Unterstützung durch den Landkreis erstellt.
Waren die Fußballer in den 70er Jahren und Anfang der 80er Jahre noch eine Fahrstuhlmannschaft zwischen der B- und der C-Klasse, so wurden sie nun ab 1989 eine solche zwischen der A- und der B-Klasse. Einer der erfolgreichsten Sportler des TSV Altenberg ist der Fußballschiedsrichter Karl-Heinz Schleier, der in der Regionalliga pfeift und in der 1.Bundesliga sowie bei der Europäischen Fußballunion (UEFA) als Linienrichter im Einsatz ist. 1994 wurden die Handballmädchen ungeschlagen Meister der Bezirksliga und die Tischtennisjugend wurde 1995 Kreismeister und Kreispokalsieger.
In den Jahren 1993 bis 1995 entstand auf dem bisherigen mittlerweile veralteten Sportgelände, auf dem auch Dioxinvorkommen festgestellt wurde, eine supermoderne Sportanlage mit einem Aufwand in Millionenhöhe. Diese Anlage wurde durch eine große Feier, die von verschiedenen sportlichen Aktivitäten der Schulen und der Ortsvereine begleitet wurde, am 7. Oktober 1995 eingeweiht. Ohne den Einsatz der Stadt Oberasbach, namentlich dem ersten Bürgermeister Andreas Güllering, der seit 1980 auch zweiter Vorstand des TSV Altenberg ist, wäre dieses Vorhaben wohl nicht so schnell realisiert worden. Durch diese neue Anlage wurde dem TSV Altenberg eine Erweiterung des sportlichen Angebotes, insbesondere für die Leichtathletikabteilung, eröffnet. |