Großhabersdorf - Fernabrünst

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Eveline Steeger
Großhabersdorf - Fernabrünst

Bericht: Monika Bartel

4. Monatswanderung
"Von Großhabersdorf nach Fernabrünst"

Nach grauen Wintertagen endlich wieder Frühling! Frisches Grün und duftige Blüten lockten uns hinaus in Wald und Feld. 27 Wandervögel waren es diesmal. Unsere Tour begann in Großhabersdorf, wo wir am Ortsanfang nach links abbogen, die Bibert überquerten und am Sportgelände parkten.
Auf dem Weg durch den etwas sumpfigen Wald entdeckten wir gleich zu Anfang eine Ringelnatter mit den typischen gelben Flecken am Kopf. Sie liebt das Feuchte und ernährt sich von Amphibien. In Deutschland ist die harmlose Ringelnatter besonders geschützt und darf daher nicht gefangen oder getötet werden.
Wieder im freien Feld, durch gelb blühende Wiesen, trafen wir bald auf den Stöckaweiher, wo der Großhabersdorfer Fischereiverein aktiv ist.
Ein Stück des Wegs entlang am Waldrand und wir erreichten die einsam gelegene Weihersmühle. Durch zwei steinerne Torpfosten wird der Besucher zum historischen Haupthaus geleitet, wo in großen Lettern über dem Eingang „Wilhelm Erding 1846“ steht. Vermutlich der Erbauer des denkmalgeschützten Gebäudes mit Renaissancegiebel und gut erhaltenem Fachwerk. Heute beherbergen die Mühlengebäude eine Klinik.
An der Mühle wandten wir uns nach links und folgten zuerst dem Weihersmühlbach und ab Wendsdorf ein Stück dem Clarsbacher Bächlein. Der Name Wendsdorf könnte auf die Besiedelung durch die Wenden im 7. Jh. zurückgehen. Eine Überraschung aus den 21 Jh. erwartete uns hinter Wendsdorf, wohin Inge und Gerhard uns mit dem Auto gefolgt waren und eine flüssige „Aufmunterung“ reichten.
Übrigens ist der Weihersmühlbach ein rechter Zufluss der Bibert. Wir folgten seinem Lauf in umgekehrter Fließrichtung.
Nach den Weihern am Clarsbacher Bächlein ging es in einem weiten Linksbogen nach Fernabrünst. Wir hatten inzwischen etwa 7 km zurückgelegt und es wurde Zeit für eine Einkehr. Entlang die Fernabrünster Hauptstrasse und vorbei an der ehemaligen Schmiede mit dem hölzernen Uhrtürmchen, erreichen wir das Gasthaus „ Lindenhof“. Hier fanden wir freundliche Aufnahme: Hübsch gedeckte Tische, zügige Bedienung und schmackhaftes Essen ließen uns später gut gestärkt die letzten 3 km bewältigen.
In Fernabrünst verließen wir den Ort in Richtung Wald – das dortige Gebiet nennt sich „In der Lage“. Am Waldrand entlang führt ein Weg bis zum Lorenzweiher. Hier trafen wir auf unseren anfänglichen Weg, der uns zurück zu unseren Autos brachte.

Eure Monika Bartel