Alpentour - Tag 5 - Landeck

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Alpentour - Tag 5 - Landeck
Alexander Kunz
12.07.2019

 

Wie die Zeit vergeht. Nach 4 Tagen anstrengender, aber schöner Arbeit auf dem Rennrad, stand heute unsere letzte fünfte Etappe auf dem Programm.

Die Abfahrt vom Stilfser Joch hinunter ins Vinschgau war landschaftlich grandios. Von Prad aus ging es dann über den Reschenpass, welcher nach den vorherigen Pässen für alle Beteiligten keine große Hürde mehr war.

Anschließend ging es nach Nauders und von dort aus auf die Norbertshöhe. Dort angekommen, stärkten sich alle Beteiligten nochmals, denn wie der Zufall es wollte, regnete es darauf in Strömen, wie am ersten Tag. Unten im Inntal angelegt, folgten wir der Strecke des ersten Tages zurück nach Landeck.

Am Ende des Tages stand dann noch eine letzte Übernachtung in Zams an, bei dem das eine oder andere alkoholische Getränk die Strapazen der vergangenen Tage beseitigte. Am Samstag wird es dann wieder mit dem Auto zurück nach Oberasbach gehen.

Insgesamt sind wir auf unserer letzten Etappe 118 km mit 1.100 hm gefahren.

PS: weil dem einen oder anderen die Strapazen in dieser Woche noch nicht genug waren, wird er oder sie natürlich am Sonntag an der RTF in Ansbach teilnehmen.

 

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Alpentour - Tag 4 - 5 Pässe

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Alpentour - Tag 4 - 5 Pässe
Alexander Kunz
11.07.2019

Am heutigen Tag stand für die nicht am Vortag gefahrenen Gavia Fahrer-/Innen die Königsetappe auf dem Programm, welche das einfache Motto hatte: „Ein Tag, fünf Pässe“.

Von Bormio aus ging es von Pass zu Pass, jeder über 2.000 Meter hoch. Zuerst folgte das Doppel aus Passo di Fscagno und Passo D’Eira, welche uns über Livigno und schließlich durch den Munt-La-Schera Tunnel kurzfristig zurück in die Schweiz führte.

Da im Munt-La-Schera Tunnel ein behördliches Verbot für Radfahrer gilt, wurden wir mit einem Shuttle auf die andere Seite gefahren. Von dort aus ging es direkt in den Anstieg des Ofenpasses und über den Umbrail zurück nach Italien. Hier angekommen begrüßte uns auch schon das Stilfser Joch mit dem letzten Anstieg.

Oben angekommen, auf dem Dach unserer Alpentour auf über 2.750 m, erwartete uns dann auch das nächste Highlight unserer Woche, die Übernachtung auf der Tibet-Hütte.

Insgesamt sind wir auf unserer vierten Etappe 95 km mit 3.200 hm gefahren.

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Alpentour - Tag 3 - Bormio

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Alpentour - Tag 3 - Bormio
Alexander Kunz
10.07.2019

Vor der 3ten Etappe unserer Alpentour, welche unsere Königsetappe werden sollte, hatte lange Zeit ein dickes Fragezeichen gestanden. Beim diesjährigen Giro wurde die vergleichbare Etappe, bestehend aus dem Mortirolo (Auffahrt über die schwere Nordrampe von Mazzo aus) und dem Passo di Gavia, um die Auffahrt beim Gavia verkürzt, da diese wegen Schnee und Lawinengefahr gesperrt war.

Wie der Zufall so will, ist zwar der Schnee weitestgehend verschwunden, aber auf der Abfahrt nach Bormio herunter gab es vorherige Woche einen Erdrutsch, der dazu geführt hat, dass die Strecke nur zwischen 07:00 - 10:00 Uhr und 18:00 - 21:00 Uhr befahrbar ist.

Am Vorabend der 3ten Etappe wurde Kriegsrat gehalten und entschieden, die ursprüngliche Route nicht zu fahren. Natürlich musste der jüngste der Gruppe wieder ausscheren und entschied sich die Original Route in Angriff zu nehmen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir mit einer über 30 km langen Abfahrt nach Tirano. Während der Abfahrt überquerten wir die schweizerische/italienische Grenze. In Tirano trennte sich die Gruppe und es wurden folgende Varianten gefahren.

Variante #1: Mortirolo (Nordrampe) - Gavia - Bormio

Diese Variante stand unter dem Motto: „Wo Pantani die Radler auslacht“.

Angekommen in Mazzo stand wohl der schwierigste Anstieg unserer Woche vor uns - die Auffahrt zum Mortirolo über die Nordrampe. Mit einer Gesamtlänge von 11.5 km und einer durchschnittlichen Steigung von 11 % (einige Rampen waren jenseits von 18 %) kann man wirklich von einem „Berg“ sprechen. Erwähnenswert ist natürlich auch das Denkmal des verstorbenen Marco Pantani, welche in Kehre 11 die Radler willkommen heißt und wegen ihrer bisherigen erlittenen Qualen auslacht. Im Großen und Ganzen kann man jedoch sagen, dass man mit frischen Beinen nicht vor Ehrfurcht vor diesem großen Namen erstarren muss und er sich doch ganz „einfach“ fahren lässt.

Nachdem der Mortirolo erklommen worden war, hieß es die letzten verfügbaren Energiereserven in der Abfahrt hinunter nach Monno zu bündeln. Denn hier stand dann auch schon bald die 30 km lange Auffahrt hinauf zum Passio di Gavia mit einer durchschnittlichen Steigung von 5 % auf dem Programm. Dabei wurden hier allein noch einmal über 1.700 hm erklommen. Der Gavia fuhr sich mit den bereits hinterlegten Mortirolo Höhenmetern nicht so einfach.

Die Abfahrt vom Gavia wurde in Sant Caterina unterbrochen, bis die weitere Strecke um 18:00 Uhr für den Verkehr freigeben worden ist. Anschließend rollte eine Kolone aus LKWs, Autos, Motorrädern und Radfahren nach Bormio herunter.

Insgesamt wurde bei diese Variante 125 km mit 3.300 hm gefahren.

Variante #2: Aprica - Mortirolo (Südrampe) - Bormio

Wir entschieden uns nach der Abfahrt vom Berninapass in Tirano nicht zur Nordrampe des Mortirolos zu fahren, sondern über Tresenda den Passo Aprica zu fahren (auch hier gab es einige böse Rampen). Anschließend wurde der Mortirolo von der etwas „leichteren“ Südrampe von Monno aus in Angriff zu nehmen. Dank dem zuvor stattgefunden Giro war die Auffahrt frisch asphaltiert gewesen, sodass er sich noch einfacher befahren ließ.

Nach der Abfahrt des Mortirolo sind wir dann über Grosio nach Bormio gefahren. Die Ersatzetappe war somit von der Distanz hergesehen identisch gewesen, hatte aber leider 500 Höhenmeter weniger zu bewältigen. Vielleicht war das ein schlauer Schachzug gewesen, denn am nächsten Tag stehen wieder über 3400 Höhenmeter auf dem Programm.

Insgesamt sind wir auf unserer dritten Etappe 120 km mit 2.800 hm gefahren.

 

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Alpentour - Tag 2 - Berninapas

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Alpentour - Tag 2 - Berninapas
Alexander Kunz
09.07.2019

 

Am 2ten Tag unserer Alpentour starteten wir von Davos aus mit einer sehr schönen Abfahrt ins Landwassertal und Wiesen herunter. Dank unserer guten Vorbereitung hatte jeder von uns eine Beleuchtung am Rad gehabt, welche auch dringend notwendig gewesen war, da wir etliche längere und nur mit einer Notbeleuchtung ausgestatte Tunnels durchfahren mussten.

Anschließend standen die heutigen zwei Pässe auf dem Programm, welche erklommen werden mussten. Mit einer Länge von 23 km und einer Höhe von 2.312 m war der Albulapass der höchste Punkt unserer heutigen Etappe gewesen. Während der landschaftlich wunderschönen abwechslungsreichen Auffahrt kreuzten wir mehrmals die Bahnlinie des Glacier-Express hinauf zum Albula.

Nach einer schnellen und kurzen Abfahrt nach Engadin herunter, wo wir uns bei Pasta gestärkt hatten, folgten wir der Inn, welche uns auf die Straße zum Berninapass brachte. Der Berninapass selbst war dann sehr schnell erklommen und wir wurden dabei mehrmals vom Bernina-Express begleitet. Oben angekommen übernachteten wir im Ospizio Bernina auf einer Höhe von 2.307 m.

Insgesamt sind wir auf unserer zweiten Etappe 90 km mit 2.200 hm gefahren.

 

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