Zum Hauptinhalt springen

Monatswanderung November 2025

Es herrschte strahlender Sonnenschein, jedoch bewegte sich die Temperatur im Minusbereich. Später pendelte sich die Temperatur um den Gefrierpunkt ein, aber die Sonne verwöhnte uns den ganzen Tag. Los ging die Tour in Richtung Eisweiher. Auf dem Weg dorthin machten wir kurz halt an dem Ludwig Weber Gedenkstein. Dieser erinnert an ein schreckliches Verbrechen, an einem Gendarmen, der hier 1917 auf seinem dienstlichen Rundgang zwischen Zerzabelshof und Fischbach erschossen wurde. Das Verbrechen konnte nie aufgeklärt werden. Am Eisweiher angekommen genossen wir am Rand des Weiher die Sonne und den Blick auf den idyllischen Weiher.

Weiter ging es durch den Lorenzer Reichswald bis zu einer königlich, bayerischen Reviergrenzsäule. Die Säule wurde 1840 als Grenze zwischen den damaligen Forstrevieren Laufamholz, Forsthof und Fischbach aufgestellt. Mit einem damals dazugehörigen Waldhammer wurden die zu fällenden, sowie die gefällten Bäume mit einem Hoheitsabzeichen gekennzeichnet. Kurze Zeit später sahen wir im Wald einen riesigen Sandsteinmonolith, den sogenannten Schüsselstein. Er hatte früher wahrscheinlich kultische Bedeutung. Auf dem Weg zurück nach Fischbach erreichten wir den Felsenkeller von Fischbach. Hier wurde bereits ab dem 17. Jahrhundert Bier gelagert und mit dem Eis des nahegelegenen Weihers gekühlt.

Wir hatten dann die Siedlung Flachsröste umrundet und erreichten kurz nach 12.00 Uhr die Gaststätte Trattoria Pizzeria Da Zio Vito. Wir wurden freundlich empfangen, auf der Speisekarte war für jeden etwas zu finden und gegen 14.00 Uhr machten wir uns auf einen kurzen Rundgang zu noch vorhandenen Herrensitzen in Fischbach. In Fischbach gibt es noch 3 Herrensitze bzw. Schlösser von Nürnberger Patriziern. Das Schloss der Freiherren Harsdorf von Enderndorf, mit alten und neuen Schloss sowie Park, befindet sich immer noch im Privatbesitz der Familie. Desweiteren sahen wir das etwas versteckte Scheuerische Schloss aus dem 17. Jahrhundert und der wahrscheinlich bekannteste Herrensitz, das Pellerschloss, mit schöner Gartenanlage. Auch die kleine Marienkapelle, die leider nicht zu besichtigen ist, lag auf unserem Weg.

Gegen 15.00 Uhr erreichten wir den Parkplatz und eine schöne "Winterwanderung" im November ging zu Ende.

Klaus